Osteopathie wird oft fälschlicherweise für eine reine Behandlung der Knochen, und im speziellen der Wirbelsäule, gehalten und dabei denken die meisten Menschen an die Arbeit eines Chiropraktikers der „Knochen wieder einrenkt“. Die Osteopathie ist aber ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das dem Körper helfen soll seine natürlichen Sebstheilungsprozesse zu mobilisieren und ein Gleichgewicht zwischen Struktur und Funktion zu schaffen. Blockaden, also Bereiche von geringer Beweglichkeit, im Körper beeinträchtigen die Gewebsfunktionen und umgekehrt. Die Aufgabe eines Osteopathen ist es nun eben solche Areale von geringerer Bewegung und Funktion aufzuspüren und durch exakte, subtile manuelle Techniken wieder zu optimieren. Da alle Strukturen im Körper in Beziehung zueinander stehen wird oft eine Bewegungseinschränkung an einer anderen Stelle kompensiert. Diese Kompensationsmuster entstehen manchmal über eine lange Zeit und das Endergebnis ist dann ein Schmerz/Symptom. Der Mensch merkt also sehr häufig lange nichts von irgendwelchen Problemen im Körper, bis er mit einer Symptomatik (oft aus heiterem Himmel) konfrontiert wird. Das macht es für viele Menschen schwer nachzuvollziehen, wie und warum das Problem entstand. Ein Osteopath sollte in der Lage sein, den Ursprung der Problematik zu erkennen und mit individuellen Techniken  auf der strukturellen (Knochen, Muskel, Faszien), viszeralen (Organe) und craniosakralen (Liquor und alle anderen Flüssigkeitsbewegungen) Ebene zu behandeln.


Was ist Osteopathie?